Unser Immunsystem – Barriere zur Außenwelt

Mario Einödmaier, Personal Training, Trainingsbetreuung, Trainingsplanung, Radsport, Laufsport, Gruppentraining, Workshops, Leistungsdiagnostik, Ausdauertraining, Krafttraining, Mobilität, Ernährung, Mikronährstoffe, Lebensstil, Lifestyle
Schnittstelle zwischen außen und innen oder "Selbst" und "Nicht- Selbst"

Unser Immunsystem ist praktisch eine Schnittstelle, eine Kontrollstelle zwischen außen und innen. Es ist wird kontrolliert was die Barriere passieren darf und was nicht. Es unterscheidet zwischen körperfremden und bekannten Substanzen, zwischen dem was uns ausmacht bzw. zu uns gehört (“Selbst”) und was eben nicht zu uns gehört (“Nicht- Selbst”). Unser Immunsystem hat sich über Jahrtausende entwickelt und optimiert sich auch stetig weiter – seit es Viren, Pilze und Bakterien gibt.

Die Definition zwischen “Selbst” und “Nicht-Selbst” ist dabei nicht so einfach. Eigentlich könnte man sagen, dass alle Substanzen, welche unsere DNA besitzen, uns bekannt sind und somit zum  “Selbst” gezählt werden und eben jene Substanzen ohne DNA, zum “Nicht-Selbst”.

Würden wir aber alle Zellen in und um unseren Körper zählen so kommen wir auf ca je 30 Billionen Zellen und nicht alle haben unsere DNA. Mit  vielen dieser Viren, Pilzen und Bakterien sind wir ein Symbiose eingengen und sind für uns Menschen überlebenswichtig. Je nach Besiedelungsdichte leben ein bis drei Kilogramm davon in unserem Darm und wird auch Mikrobiom genannt. Ohne diese Mikroorganismen wären wir  nicht überlebensfähig. Aber es gibt natürlich auch weitere Mikroorganismen – welche auf unserer Haut, im Blut und auch welche, die im Gehirn leben.

Wir sind eine Symbiose, eine Zusammenkunft, aus Zellen und Mikroben - mit langer Geschichte
Praktisch alte Gene im neuen Umfeld.

Einlasskontrolle - Penible Kontrolle durch das Immunsystem

Bei dieser Kontrolle werden alle Waren kontrolliert, die wir unserem Körper zuführen. Da unser Körper nicht weiß, was wir zuführen, wird auch das Immunsystem aktiviert.

Zum Beispiel sollen Wasser und Nahrung unseren Körper betreten dürfen, aber viele Dinge müssen auch draußen bleiben. Staub, kleinere Partikeln und auch krankmachende Mikroorganismen (Pathogene).

Die first defense line unseres Immunsystems – dazu zählt die Haut, die Schleimhaut des Darms und die innere Haut der Atemwege und der Lungen spielen in der Abwehr eine große Rolle.

Umso besser die Funktionalität dieser Barrieren ist, desto besser kann gegen Pathogene vorgegangen werden. Ist diese Barriere einmal durchbrochen und das Immunsystem aktiviert, kostet die Aktivität zur Abwehr viel mehr an Energie – welche uns wiederum für andere Prozesse und Organe fehlt.

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Und wenn die Barrieren doch durchbrochen werden?

Direkt hinter den physischen Barrieren unseres Körpers (Schleimhaut, Haut, Lungenhaut) befindet sich eine weitere Barriere unseres Immunsystems.

Diese Barriere besteht aus unzähligen und unterschiedlichen Immunzellen. Wenn die first defense line die Arbeit gut verrichtet so sind diese kleinen Helferlein im Ruhezustand und benötigen nicht viel Energie. Bricht jedoch etwas durch diese Barriere, dann werden diese Immunzellen aktiviert. Das erhöht den Energiebedarf des Immunsystems um mindestens 25%, welche unserem Körper fehlt.

IT’S ALL ABOUT ENERGY

Energie ist der fundamentale Treibstoff für unser Immunsystem

In unserem Körper gibt es zwei Systeme, welche das selbe Energiedepot nutzen – Das Immunsystem, das Nervensystem und ebenso spielt auch das metabolische System (also unsere Muskeln) ein große Rolle. Ist die Energieverteilung gestört, so sind wir energie- und kraftlos. . Die Mobilisierung (Bereitstellung) übernimmt der Energiestoffwechsel über unsere Schaltzentrale, unser Gehirn.

Sollte diese Energieumverteilung nicht gelingen, dann fehlt unserem Immunsystem schlichtweg die Energie, die Kraft um auf eine Gefahr von außen mit ausreichender Stärke zu reagieren.

Ebenso fordert ein chronisch überlastetes Immunsystem sehr viel Energie, welches uns an anderer Stelle (zB.: Organen) fehlt.

Fehlt an einem Ort die Enerige, dann ist die Funktion beeinträchtigt.

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Was passiert nun wenn das Immunsystem egoistisch wird?

Dabei ist ein aktiviertes Immunsystem in der Lage die Energiestoffwechselwege und Energieverteilung in unserem Körper so zu regulieren, dass die bereitgestellte Energie vom Nervensystem und auch vom Rest des Körpers abgezogen wird und damit unserem Gehirn weniger Energie zur Verfügung steht.

Was nun die Folge ist kann sich vermutlich jeder ausrechnen und ist klar. Eine Müdigkeit und eine reduzierter Funktion des Nervensystems. Man wird träge.

Ist nun eine chronische Immunaktivierung (Metaflammation) vorhanden, so kann daraus auch eine chronische Müdigkeit und ebenso chronische Funktionsstörungen des Nervensystems resultieren.

Dies nennt sich auch Body- Pull. Das Immunsystem wird zum Egoisten und lenkt die gesamten Energiereserven des Körpers so um, dass eben Nervensystem bzw. unserem Körper weniger Energie aus dem gemeinsamen Depot zur Verfügung stehen.

Was passiert nun wenn das Nervensystem egoistisch wird?

Natürlich ist diese Situation auch in die andere Richtung möglich. Nämlich, dass eine Aktivierung des Nervensystems (Stress), welche in unserer Zeit sehr oft chronisch ist, zu einer Energieumverteilung zu Gunsten des Nervensystem führt.

Dadurch wird wiederumdem unserem Immunsystem Energie entzogen und dieses Energiedefizit endet dann schlussendlich in einer verminderten Immunfunktion.

Unserem Immunsystem fehlt die Energie um gegen “Eindringlinge” (Pathogene) vorgehen zu können. Nun wird es für viele auch verständlich, warum ein Stress ein rießiger Auslöser für viele Probleme sein kann.

Das Gehirn wird egoistisch und möchte an alle Energiereserven des Körpers gelangen und wird somit Brain- Pull genannt.

 

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Genau dieses Situation ist sicher sehr vielen von uns bekannt. Kaum ist der Stress der Arbeit, des Alltags hinter sich und der Urlaub hat begonnen ist man krank. Während des anhaltenden Stresses in der Arbeit und im Alltag konnten sich “Eindringlinge” in unserem Körper verteilen, da unserem Immunsystem einfach die Energie zur ausreichenden Bekämpfung in der längerfristigen Stresssituation fehlte.

Und in dem Moment, in dem der Stress abfällt, das Nervensystem kein Übermaß an Energie mehr fordert, kommt das Immunsystem wieder zu Energie, kommt auf Touren und löst Symptome wie Fieber, Schnupfen und Husten aus. Der Kampf gegen die Eindringlinge hat begonnen.

Hier auch gleich ein kleiner Wink: Durch eine erhöhte Temperatur, wie eben Fieber, versucht der Körper diese “Eindringlinge” zu bekämpfen, da sich diese bei Wärme nicht wohl fühlen. Dieses Fieber dann künstlich zu senken, wirkt kontraproduktiv.

Vielen Dank an Dr. Gerrit Keferstein vom Mojo- Insitut für die Zuverfügungstellung der Bilder.
Wer mehr über artgegerechten Lebensstil, das Immunsystem, Regenerationsoptimierung & die Netzwerke in unserem Körper wissen möchte, dem kann ich die Immunsignatur- Coach Ausbildung ans Herz legen.

Take- home message
  • Auf die Körpersignale achten, wahrnehmen und der Ursache auf den Grund gehen
  • Mahlzeitenfrequenz senken (so wird auch das Immunsystem nicht so oft aktiviert)
  • Natürliche Lebensmittel anstatt künstliche und stark verarbeitete Nahrungsmittel
    (natürliche Lebensmittel sind dem Immunsystem bekannt)