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Immunsignatur-Coaching – ein Perspektivenwechsel

Fußspuren im Neuschnee führen einen Bergrücken hinauf in den Sonnenaufgang
Symbolbild, KI-generiert

Die meisten von uns beschäftigen sich erst mit Gesundheit, wenn sie fehlt. Das Immunsignatur-Coaching dreht die Frage um: nicht „Was macht mich krank?“, sondern „Was hält mich gesund?“ Dieses Wissen ist uralt — unser moderner Lebensstil hat es uns nur abtrainiert.

Wie entsteht Gesundheit?

Salutogenese klingt sperrig, meint aber etwas Einfaches: die Lehre davon, wie Gesundheit entsteht. Menschen sind keine Maschinen, die funktionieren müssen. Wir sind Lebewesen, die nach biologischen Prinzipien arbeiten — und genau diese Prinzipien können wir nutzen.

Gesundheit ist kein Akku, den man einmal auflädt und der dann ewig hält. Sie entsteht, wenn man den Weg geht — und dranbleibt.

Was die Immunsignatur verrät

Dein Immunsystem ist mit fast allen Systemen im Körper vernetzt. Deshalb hinterlässt es überall einen individuellen Fingerabdruck — die Immunsignatur. Besonders deutlich sind die Spuren im Energiestoffwechsel. Die gute Nachricht: Dieser Fingerabdruck ist nicht in Stein gemeißelt.

Wenig Bewegung, kaum Kälte, keine Hungerphasen, künstliches Licht bis spät in die Nacht, zu wenig Schlaf, flache Atmung, Dauerstress — all das kann das angeborene Immunsystem überfordern. Die Folge kann eine stille, stoffwechselbedingte Entzündung sein: die Metaflammation. Studien geben Hinweise, dass sie mit erhöhten Blutfetten, erhöhtem Blutzucker, Insulinresistenz und höherem Blutdruck zusammenhängt.

Das betrifft nicht nur Bewegungsmuffel, denn auch viel Training ist Stress: Gerade Ausdauersportler:innen mit hohem Pensum erlebe ich oft als infektanfällig.

Wir leben mit alten Genen in einem neuen Umfeld. Wie sehr das zählt, zeigt die Epigenetik, die Forschung zu den Schaltern auf unseren Genen: Der Lebensstil beeinflusst, welche Gene aktiv sind. Sogar eineiige Zwillinge können sich deshalb unterschiedlich entwickeln.

Fünf Hebel, ein Prinzip

Dein Körper passt sich ständig an sein Umfeld an. Kurze, gezielte Reize können diese Anpassungsfähigkeit wecken und vor allem den Stoffwechsel wieder in Schwung bringen:

  • Bewegung lenkt die Durchblutung dorthin, wo Energie gebraucht wird.
  • Bewusste Atmung aktiviert deinen Erholungsnerv, den Parasympathikus.
  • Kälte kurbelt die Wärmeproduktion in den Zellen an.
  • Ernährung mit Pausen trainiert den Körper, Energie aus den eigenen Speichern zu holen.
  • Schlaf gibt dem Körper zurück, was der Tag gekostet hat.

Ziel ist ein Perspektivenwechsel: Am Ende sollst du diese Werkzeuge selbst bedienen können — ohne mich.

So läuft der Prozess ab

Das Immunsignatur-Coaching dauert vier Wochen und ist klar strukturiert. Am Anfang stehen ein Besuch bei deiner Hausärztin oder deinem Hausarzt, Blutwerte und die ärztliche Freigabe. Aus sechs Biomarkern ermittelt ein Analyseprogramm deinen Ist-Stand. Im Fokus stehen sechs veränderbare Risikofaktoren: Organfett, Gewicht, Zucker- und Fettstoffwechsel, Blutdruck und Insulinresistenz.

In drei wöchentlichen Gesprächen justieren wir nach. Nach vier Wochen werden deine Blutwerte ärztlich neu bestimmt, und im Abschlussgespräch planen wir, wie die Veränderungen dauerhaft in deinen Alltag passen. Für deine Ärztin oder deinen Arzt bekommst du einen eigenen Leitfaden mit.

Was du tun kannst

  • Schlaf regelmäßig und ausreichend — rund acht Stunden sind ein guter Richtwert.
  • Dimm am Abend künstliches Licht und Bildschirme.
  • Beweg dich täglich an der frischen Luft.
  • Iss natürlich und regional statt industriell verarbeitet.
  • Probier kurze Kältereize, etwa eine kalte Dusche zum Abschluss.

Das Immunsignatur-Coaching ersetzt keine ärztliche Diagnose oder Behandlung — Blutwerte gehören in ärztliche Hände, und bei Herz-Kreislauf-Erkrankungen klärst du auch Kältereize vorher ärztlich ab.

Porträt von Mario Einödmaier

Mario Einödmaier ist staatlich geprüfter Trainer (BSPA), Mentor und Ausdauerathlet aus dem Burgenland. Seit 2011 bildet er sich in Training, Ernährung und Regeneration weiter. Mehr über Mario

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