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Magnesium & Müdigkeit

Kürbiskerne, Mandeln, Cashews, dunkle Schokolade, Spinat und eine halbe Avocado auf dunklem Schiefer
Symbolbild, KI-generiert

Du schläfst eigentlich genug und bist trotzdem ständig müde, dazu zwicken abends die Waden? Das kann viele Gründe haben. Einer wird gern übersehen: Magnesium — ein Mineral, das gerade bei Stress und Sport knapp werden kann.

Warum Magnesium und Energie zusammengehören

Magnesium ist an Hunderten von Stoffwechselvorgängen beteiligt. Für dein Energielevel zählt vor allem einer: ATP, die Energiewährung deiner Zellen, muss an Magnesium gebunden sein, damit der Körper es nutzen kann. Du kannst also noch so viel Energie tanken — fehlt Magnesium, klemmt die Kassa.

Auch deine Muskeln brauchen Magnesium, um nach der Anspannung wieder locker zu lassen. Wadenkrämpfe sind deshalb ein Klassiker — aber längst nicht immer ein Magnesiumthema.

Stress frisst Magnesium

Bei langem, intensivem Stress kann der Körper deutlich mehr Magnesium verbrauchen. Studien geben Hinweise, dass es auch umgekehrt wirkt: Wer wenig Magnesium hat, reagiert stärker auf Stress. Ein Teufelskreis. Kommt Sport als Ausgleich dazu, steigt der Bedarf weiter — mit dem Schweiß gehen auch Mineralstoffe verloren.

Auch dein Gehirn braucht Magnesium

Im Nervensystem arbeitet Magnesium wie ein Türsteher. Es sitzt an bestimmten Andockstellen der Nervenzellen, den NMDA-Rezeptoren, und verhindert, dass sie bei jedem kleinen Reiz feuern. Fehlt der Türsteher, lassen sich Nerven leichter überreizen.

Die Forschung bringt einen niedrigen Magnesiumstatus mit verschiedenen Beschwerden des Nervensystems in Verbindung. Das sind bisher vor allem Zusammenhänge, keine Beweise — große Studien fehlen vielfach. Für mich heißt das: Magnesium ernst nehmen, aber nicht als Wundermittel verkaufen.

Warum ein Mangel oft unbemerkt bleibt

Müdigkeit, Krämpfe oder innere Unruhe haben viele mögliche Ursachen. Dazu kommt: Nur etwa ein Prozent des Magnesiums im Körper befindet sich im Blut, der Rest steckt vor allem in Knochen, Muskeln und Organen. Der Körper hält den Blutspiegel möglichst stabil. Ein unauffälliger Blutwert heißt deshalb nicht automatisch, dass deine Speicher voll sind.

Was du tun kannst

  • Iss magnesiumreich: Kürbiskerne, Nüsse, Hülsenfrüchte, grünes Gemüse und Kakao sind gute Quellen.
  • Nimm Stress als Magnesiumfresser ernst — Pausen, Schlaf und bewusste Atmung entlasten dein System.
  • Denk nach langen, schweißtreibenden Einheiten auch an Mineralstoffe, nicht nur ans Wasser.
  • Lass anhaltende Müdigkeit oder häufige Krämpfe ärztlich abklären, statt auf Verdacht Präparate zu schlucken.

Ob dir Magnesium fehlt und ob eine Ergänzung sinnvoll ist, gehört in ärztliche Hände — dafür arbeite ich mit einem Netzwerk aus Ärztinnen und Ärzten zusammen.

Porträt von Mario Einödmaier

Mario Einödmaier ist staatlich geprüfter Trainer (BSPA), Mentor und Ausdauerathlet aus dem Burgenland. Seit 2011 bildet er sich in Training, Ernährung und Regeneration weiter. Mehr über Mario

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